Am 1. Januar 1880 wurde der Narrenverein Dürmentingen gegründet. Die Dürmentinger Narren gaben sich dabei richtige Statuten.

Schon vor 1880 führte ein Narrenverein Fasnachtsspiele auf.
Allerdings handelte es sich hierbei wahrscheinlich um eine lose organisierte Gesellschaft.

Seit 1880 wird regelmäßig (nur durch die Kriegsjahre unterbrochen) am Fasnachtsmontag eine Straßenfasnet abgehalten und dabei die frühere Tradition der Aufführung von Fasnachtsspielen bis heute weitergeführt.

1954 beschloss der Narrenverein Holzmaske und Häs für die heutigen Dreiviertelsnarren entwerfen zu lassen.

Der Dreiviertelsnarr – dieser Name ist ein alter Ortsneckname aus der Zeit vor 1880 – ist in seiner ganzen Erscheinung an der Gestalt eines Hofnarren ausgerichtet. In einer wirtschaftlich schwierigen Zeit hatten die damaligen Dürmentinger Narrenräte den Mut und den Weitblick, zeitgleich mit wenigen großen Zünften, wie z.B. Riedlingen, vielen anderen voraus zu gehen.

1969 stellte man den Stocknarren, eine Variante des Dreiviertelsnarren der Öffentlichkeit vor.

Weitere Daten des Vereins sind die Mitbegründung der Narrenbruderschaft „Gabel“ im Jahre 1966 und der Vereinigung der „Freien Oberschwäbischen Narrenzünfte“ 1969.

Im Jahre 1976 gründete der Verein eine eigene Schalmeienkapelle, die sich seitdem zu einem festen Bestandteil der Dürmentinger Fasnet entwickelte.

Seit 1991 wird der Narrenverein von einem Triumvirat (drei gleichberechtigte Vorstände) geführt.
Im Dürmentinger Fasnetbrauchtum gibt es als sehr wichtigen Bestandteil die drei „Gabeln“.
Diese zu erklären ist äußerst schwierig. Manche meinen gar, man könnte das „Maschgra gau“
gar nicht beschreiben, man müsse einfach dabei gewesen sein. Der Volkskundler Anton Birlinger
beschreibt die Gabel als „die drei zügellosen Donnerstagabende vor der Fasnet“. Aus Ihnen
entwickelte sich das heutige „Maschgra gau“.

Neben Gabel, Strassenfasnet und Besuchen von Narrentreffen sind die Dürmentinger Narrenbälle mit großem Programm am Fasnetsamstag und Fasnetmontag ein wichtiges Element unserer Fasnet.

Seit über 35 Jahren treten bei diesen Bällen ausschließlich einheimische Akteure auf.

Historisches Bildmaterial gibts im historischen Bilderarchiv.